Wim Oltwater hat viele Geschichten über Lankheet zu erzählen
Haaksbergen Natürlich durch die Augen von Wim Oltwater
- Lesezeit 4 min
- Lesen 757 mal
Wim Oltwater (79) führt Besucher durch das Landgut Lankheet. Das Führen ist sein Hobby. Er macht das auch im Dorfzentrum von Haaksbergen. Aber am liebsten erzählt er Geschichten über Lankheet, die grüne Lunge Haaksbergens.
Zurück in der Zeit
Das Leben von Wim Oltwater ist untrennbar mit dem Lankheet verbunden. Hier, in diesem riesigen Naturschutzgebiet mit Wäldern, Heideland und dem Buurserbeek, wurde er 1946 geboren. In seiner Kindheit wohnte er im Bauernhaus De Oppasser am Assinkweg. Sein Großvater Derk-Jan Loman war Förster. Der Wald war in jenen frühen Jahren ein großer Spielplatz für Wim. Danach zog er mit seinen Eltern nach Haaksbergen und während seines Berufslebens im Bildungswesen lebte er in Arnheim. Aber nach seiner Frühpensionierung kehrte er mit seiner Frau Joke nach Haaksbergen zurück.
Es gibt viele Geschichten über Lankheet zu erzählen
Lankheet
Natürlich war Lankheet in dem Jahr, in dem es zurückkam, noch da. Im Jahr 2007 war es das. Aber das Lankheet des ersten Jahrzehnts nach dem Zweiten Weltkrieg war nicht mehr das Lankheet der Jahrhundertwende. Der trockene Wald von einst war feuchter geworden. Viel feuchter. Die Naturverwaltung hat sich verändert. In den Jahren nach der Jahrhundertwende gab es ein groß angelegtes Projekt in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftsuniversität Wageningen zur Reinigung von Bachwasser mit Hilfe von Schilfgebieten. Es gab auch Fließwiesen und Kunstwerke wie einen großen Holzbogen und Trittsteine. "Kunst und Natur passen gut zusammen. Die künstlerischen Ausdrucksformen sind hier sehr schön in die Natur integriert. Für die Schaffung des Wasserparks in diesem Teil von Lankheet stellte Europa Mittel zur Verfügung. Die Bedingung war, dass es Raum für Kunst geben musste. Das konnten wir hier auf sehr schöne Weise verwirklichen", sagt der Einwohner von Haaksbergen.
Keine Geheimnisse
Lankheet birgt für Olwater keine Geheimnisse. Einst war es Ödland. Später wurde es zu einem Produktionswald. "An Samstagen gab es früher Verkaufstage. Die Bäume wurden gefällt, damit Landwirte und Privatpersonen Holz kaufen konnten. Die Landwirte kauften es, um zum Beispiel Zäune für ihr Vieh zu bauen. Es wurden auch Balken daraus geschnitten. Außerdem wurde es als Brennholz verkauft. Wussten Sie, dass sogar Holz aus Lankheet heute in den aufgestauten Minen in Limburg liegt? In den ersten Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Holz aus Lankheet als Brennholz in den Bergwerksstollen verkauft. Das Kiefernholz aus diesem Wald war dafür geeignet.
Viele Geschichten
Es gibt viele Geschichten über Lankheet zu erzählen. Oltwater tut dies fast jeden Samstag, wenn es eine Exkursion in dieses Naturschutzgebiet südlich von Haaksbergen gibt. Wer sich dafür interessiert, bekommt eine Erklärung über Lankheet. Gruppen können sich in Absprache mit Oltwater auch für eine Tour an einem anderen Tag anmelden. "Ich glaube, ich habe inzwischen dreihundert Führungen gegeben. Das mache ich gerne. Das hat sicher auch mit meinem pädagogischen Hintergrund zu tun, Wissen zu vermitteln. Ich interessiere mich nicht nur für das Lankheet, sondern auch für die Geschichte von Haaksbergen. In den Sommermonaten führe ich auch Dorfwanderungen durch", sagt der ehemalige Lehrer und Schulleiter. Inzwischen ist Oltwater wirklich ein Mann des Dorfes geworden. Er ist auch Vorsitzender des Geschichtskreises Haaksbergen und war als Ratsmitglied der Arbeiterpartei politisch aktiv.
Ein Rundgang durch das Lankheet
Ein Rundgang durch Lankheet beginnt im Feldforschungszentrum am Lankheterweg. Dort erhalten die Teilnehmer zunächst eine Tasse Kaffee und Oltwater erzählt ihnen einige Fakten, bevor der Spaziergang beginnt. "Dies ist ein besonderes Gebiet für Haaksbergen. Ganz anders als der Buurserzand und die Haaksbergerveen. Aber während einer Exkursion können wir nicht alles in Lankheet sehen. Dafür ist das Gebiet viel zu groß. Die Exkursion ist daher nie die gleiche. Manchmal gibt es mehr Erklärungen über den Wasserpark, ein anderes Mal bleiben wir länger bei den Wasserwiesen, den Feuchtgebieten und dem veränderten Teil des Buurserbeek. Dieser hat im weiteren Verlauf seinen alten Verlauf zurückerhalten und schlängelt sich jetzt viel mehr."
Weitere Informationen über Lankheet sind auf der offiziellen Website zu finden: www.hetlankheet.nl






